Gesetzliche Vorgaben

Woran erkenne ich eine Registrierkasse mit zertifizierter Sicherheit nach österreichischem Recht?

Kurz & knapp: Eine Registrierkasse mit zertifizierter Sicherheit erfüllt die österreichische Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV). Du erkennst sie an drei Dingen: einer Signaturerstellungseinheit von einem zertifizierten Anbieter (z.B. A-Trust), einem QR-Code auf jedem Beleg und einem lückenlosen Datenerfassungsprotokoll (DEP). Diese drei Elemente machen jede Manipulation nachweisbar.
Zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2026

Was bedeutet „zertifizierte Sicherheit“ bei einer Registrierkasse?

Seit 1. April 2017 gilt in Österreich die Registrierkassensicherheitsverordnung, kurz RKSV. Sie schreibt vor, dass jede Registrierkasse einen Manipulationsschutz haben muss – eine sogenannte technische Sicherheitseinrichtung.

Wichtig zu verstehen: Zertifiziert ist nicht „der Anbieter“ der Kasse, sondern die Signaturerstellungseinheit. Die stammt von einem staatlich zugelassenen Vertrauensdiensteanbieter wie A-Trust. Jede gesetzeskonforme Kasse in Österreich muss so eine zertifizierte Einheit nutzen – egal von welchem Software-Anbieter sie kommt.

Die drei Pflicht-Bausteine

Eine RKSV-konforme Kasse erkennst du an diesen drei Elementen:

  • Signaturerstellungseinheit: Sie signiert jeden einzelnen Beleg digital. Das Zertifikat dafür kommt von einem zertifizierten Anbieter wie A-Trust.
  • QR-Code auf jedem Beleg: Er enthält die individuelle Signatur des Belegs. Fehlt der QR-Code, ist die Kasse nicht konform.
  • Datenerfassungsprotokoll (DEP): Jeder Umsatz wird fortlaufend und unveränderbar aufgezeichnet und mit dem vorherigen Beleg verkettet.

Erst wenn alle drei zusammenspielen, ist eine Kasse gesetzlich sicher.

Woran erkennst du, dass eine Kasse wirklich manipulationssicher ist?

Das Herzstück ist die Verkettung der Belege. Im QR-Code jedes Belegs steckt eine Signatur, die den aktuellen Beleg mit dem vorherigen verbindet – wie Glieder einer Kette.

Würde jemand nachträglich einen Umsatz löschen oder verändern, bricht diese Kette. Und ein Bruch fällt bei einer Prüfung sofort auf. Genau das ist der Sinn der RKSV: Manipulation wird nicht verhindert, sondern unweigerlich sichtbar gemacht.

Praktischer Test für dich: Schau auf einen Beleg. Ist ein QR-Code drauf? Dann arbeitet die Kasse mit Signatur. Lässt sich der Startbeleg über die FinanzOnline-App prüfen? Dann ist sie ordnungsgemäß registriert.

Cloud- oder Karten-Signatur – wo liegt der Unterschied?

Die Sicherheitseinrichtung gibt es in zwei Varianten:

  • Signaturkarte (Smartcard): Eine physische Karte, die in der Kasse steckt. Typisch für Hardware-Kassen ohne Internetanbindung. Du musst sie selbst installieren und bei einem Defekt ersetzen.
  • Cloudbasierte Signatureinheit: Die Signatur läuft über das Internet, ganz ohne Hardware vor Ort. Keine Installation, kein Kartentausch, kein Ausfallrisiko durch ein defektes Gerät.

Für Einsteiger ist die Cloud-Variante deutlich einfacher. Bei OnlineBon wird die cloudbasierte Sicherheitseinrichtung sofort und vollautomatisch nach der Aktivierung eingerichtet – du musst keine Smartcard kaufen oder einbauen.

Wer stellt das Sicherheitszertifikat aus – und was kostet es?

Das Signaturzertifikat kommt von einem zertifizierten Vertrauensdiensteanbieter. OnlineBon kauft es für dich bei A-Trust. Das erste Zertifikat gilt 5 Jahre für 10.000 Signierungen pro Jahr und ist aktuell kostenlos.

Nach der Aktivierung deiner Kasse wird die Signaturerstellungseinheit automatisch eingerichtet, und auf jedem Beleg erscheint der vorgeschriebene QR-Code. Du musst dich um nichts technisch kümmern.

Fragen und Antworten

Woran erkenne ich eine Registrierkasse mit zertifizierter Sicherheit nach österreichischem Recht?

Eine Registrierkasse mit zertifizierter Sicherheit erfüllt die österreichische Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV). Du erkennst sie an drei Elementen: einer Signaturerstellungseinheit von einem zertifizierten Anbieter wie A-Trust, einem QR-Code auf jedem Beleg und einem lückenlosen Datenerfassungsprotokoll (DEP).

Was bedeutet der QR-Code auf einem Kassenbeleg?

Der QR-Code enthält die digitale Signatur des Belegs, die ihn mit dem vorherigen Beleg verkettet. Wird ein Umsatz nachträglich verändert oder gelöscht, bricht diese Kette und die Manipulation wird bei einer Prüfung sofort sichtbar. Fehlt der QR-Code, ist die Kasse nicht RKSV-konform.

Was ist der Unterschied zwischen Karten- und Cloud-Signatur?

Eine Signaturkarte ist eine physische Smartcard in der Kasse, typisch für Hardware-Kassen ohne Internet. Eine cloudbasierte Signatureinheit läuft über das Internet ohne Hardware vor Ort, ohne Installation und ohne Ausfallrisiko durch ein defektes Gerät. Bei OnlineBon wird die Cloud-Signatur automatisch nach der Aktivierung eingerichtet.

Noch Fragen? Probier es einfach aus.

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